Weil sie Deutsche sind – das Massaker von Metgethen

An dieser Stelle folgt ein weiteres Massaker an unschuldigen und wehrlosen Volksdeutschen, deren einziges Verbrechen es darstellt, Deutsche zu sein. Dieser russische Völkermord wurde von der deutschen Wehrmacht am 19.02.1945 bei der Rückeroberung des Dorfes entdeckt.

Vorgeschichte

Metgethen war ein Königsberger Vorwort, in das sich Flüchtlingstrecks Richtung Westen aufhielten, auch ukrainische Zwangsarbeiter wurden dort untergebracht. Das Dorf war verteidigungstechnisch wehrlos. 

Die russische Armee hatte Königsberg bei der Schlacht um Ostpreußen westlich umgangen, so dass der deutsche Rückzug stockte, da der Ostseehafen Pillau somit unerreichbar war. Am 01.02.1945 stießen die Russen sodann auf das wehrlose deutsche Dorf und wüteten darin.

Das Massaker

Offenbar wurden Flüchtlinge, gefangene Soldaten und Polizisten in den auf dem Tennisplatz befindlichen Trichter einer Fliegerbombe getrieben, alle Treckwagen darum gestellt und eine Sprengladung auf dem Boden inmitten der Eingepferchten zur Entzündung gebracht.

Die Entdeckung am 19.02.1945

An diesem Tag zogen infolge der deutschen Rückeroberung die deutsche Wehrmacht in das Dorf. Was sie dort entdeckten, ließ ihnen das Blut gefrieren:

[...]” Tief erschüttert sahen wir, was die Russen dort gegen Ende Januar 1945 angerichtet hatten. Auf einem Bahnhof stand ein Flüchtlingszug. Darin waren Frauen und Mädchen vergewaltigt worden, anschließend hatte man sie einfach umgebracht. Im Lauf des 20. Februar 1945 wurde auch das Dorf Powayen zurückerobert. Hier ebenso wie in dem Dorf Groß-Medenau, das am 23. Februar in Besitz genommen wurde, das gleiche Bild. Erschlagene und verstümmelte Menschen allen Alters und Geschlechts. Erschlagene und verstümmelte Zivilisten lagen neben Säuglingen auf den Straßen der Dörfer, in den Häusern und aneinandergereiht in den Gärten.“[...]

[...] „Im Verlauf des deutschen Angriffs zur Wiederherstellung der Landverbindung zwischen Königsberg und Pillau vom 19. bis zum 24. Februar 1945 konnten alle Soldaten der Angriffsverbände folgende Verbrechen feststellen:

  1. Im Ort Metgethen, einem westlichen Vorort von Königsberg, fanden wir in vielen Wohnungen Frauen und Kinder im Alter von zehn bis achtzig Jahren geschändet und ermordet vor. Etwa zweihundert Tote dieser Art haben wir mit Truppenfahrzeugen eingesammelt und zur Identifizierung gebracht. Dies allein im Gefechtsstreifen der 1. und 561. Infanteriedivision.
  1. Auf dem Tennisplatz von Metgethen befand sich ein Sprengtrichter von etwa zehn Metern Durchmesser und vier Metern Tiefe. 

In seinem Innern, auf seinem Rand und in der nächsten Umgebung des Trichters, am und auf dem hohen Drahtzaun des Tennisplatzes und in den Ästen der umstehenden hohen Bäume lagen und hingen erdverschmierte Leichen und Leichenteile von etwa fünfundzwanzig Männern, Frauen und Kindern, drei oder vier Flaksoldaten und einiger Männer in deutscher Polizeiuniform. Rund um den Trichter lagen einige Pferdekadaver und Fuhrwerke mit zerfetztem Flüchtlingsgut. Andere Leichenteile z.B. Knie, Arm mit Hand und so weiter, fanden wir bis zu zweihundert Meter in der Umgebung des Tennisplatzes.”[...]

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