Private Brandvorbeugung in der eigenen Wohnung

Es ist der Albtraum schlechthin: ein Wohnungsbrand. Dieser kann jederzeit, zu allen Tages- und Nachtzeiten, zuschlagen, ohne eine Vorankündigung. Der Schaden, der durch einen Wohnungsbrand entsteht, geht oft in die Tausende, die gesamte Wohnungseinrichtung können Sie anschließend als Sondermüll kostenpflichtig entsorgen lassen. Vorbeugung ist oft besser. Hand aufs Herz: Haben Sie an Brandvorbeugung gedacht?

Vorbeugung durch Rauchmelder

In einigen Bundesländern sind zwischenzeitlich Rauchmelder in Privatwohnungen glücklicherweise Pflicht. Der Rauch von Entstehungsbrände wird von Rauchsensoren entdeckt und die Hausbewohner durch einen lauten und eindringlichen Alarm alarmiert. Meist sind es kleinere Brände, die auch recht schnell gelöscht werden können. Wichtig zu wissen ist, dass nicht das Feuer, sondern der entstehende Rauch lebensgefährlich ist. Es ist überlebenswichtig, diesen Rauch schnellstens durch Lüften zu bekämpfen (wenn der Brand gelöscht ist!).

Fettbrände niemals mit Wasser löschen! Sollten Sie diesen meist tödlichen Fehler begehen, entfachen Sie eine explosionsartige Feuerwalze, die in einen Küchenbrand mündet. Deckel auf den Topf oder den Fettbrand mit Decken löschen. Sollte dies nicht gelingen, Küchentüre schließen, Wohnung verlassen und DRAUSSEN die Feuerwehr rufen.

Feuerlöscher für den Ernstfall

Ich rate Ihnen, für den Ernstfall einen A-B-C-Feuerlöscher anzuschaffen und diesen an einen zentralen Ort in der Wohnung bereitzustellen. Sie haben das sichere Gefühl, jederzeit ein Feuer direkt bekämpfen zu können. Die Anschaffung ist nicht teuer, es ist gut investiertes Geld. Allerdings stellt sich hier die Frage, welche Bekämpfungsart für eine Privatwohnung geeignet erscheint.

Gut ist ein ABC-Feuerlöscher. Dieser eignet sich für herkömmliche Wohnungsbrände ohne Fettbrände. Wollen Sie Küchenbrände vorbeugen, müssen Sie einen Feuerlöscher mit der Klasse F erwerben. Niemals Küchenbrände, gerade Fettbrände, mit einem ABC-Löscher bekämpfen. Sie entfachen eine Staubexplosion bei Pulverlöschern oder durch Gas und Wasser eine Fettexplosion.

Bei Pulverlöschern müssen Sie beachten, dass sich das versprühte Pulver in der gesamten Wohnung ausbreitet. Sie haben anschließend Arbeit mit dem Entfernen der Rückstände. Es wäre empfehlenswert, hier einen Gaslöscher zu erwerben, der aber meist teurer in der Anschaffung ist.

Bereitstellung der Löscher

Ein Feuerlöscher im Flurschrank etc. zu verstauen, ist keine Lösung. Im Ernstfall muss dieser sofort bereit sein. Es kostet wertvolle Sekunden, diesen erst rauszuholen. Machen Sie sich vorher mit der Bedienung des Feuerlöschers vertraut. Die Bedienung ist recht einfach:

Stift ziehen;

Schlauch aus Lasche ziehen und

Griff am Schlauch drücken.

Das Löschmittel stoßweise auf den Brand seitlich zielen.

Beachten Sie bitte, dass Sie lediglich ca. 10 - 20 Sekunden Zeit haben, bis der Inhalt entleert ist. Gehen Sie daher überlegt vor.

Sollte die Brandbekämpfung keine Wirkung zeigen, schließen Sie die Türe des brennenden Zimmers und verlassen Sie sofort die Wohnung. Rufen Sie von außerhalb die Feuerwehr und alarmieren Sie Ihre Nachbarn.

Können Sie die Wohnung nicht verlassen, weil es im Hausflur brennt, schließen Sie die Haustüre und dichten Sie diese mit nassen Tüchern vor eindringendem Brandrauch ab. Eilen Sie in ein Zimmer, von dem aus die Feuerwehr Sie über Drehleiter retten könnte. Schließen Sie ebenso diese Zimmertüre und öffnen Sie das Zimmerfenster sperrangelweit. Zeigen Sie sich am Fenster, machen Sie auf sich aufmerksam. Rufen Sie die Feuerwehr und schildern Sie Ihre Notlage. Der Disponent wird bei Ihnen in der Leitung bleiben, bis Hilfe vor Ort ist.

Vermeiden Sie das Einatmen von Rauch! Drei bis vier Atemzüge Brandrauch reichen aus, Sie bewusstlos werden zu lassen. Die meisten Brandopfer sterben nicht an den Einwirkungen vom Feuer, sondern durch das Einatmen vom Brandrauch. Füllt sich der Raum mit Brandrauch, atmen Sie durch nasse Tücher. Versuchen Sie, die Türschlitzen irgendwie abzudichten.

Auf jeden Fall: Bleiben Sie sichtbar am Fenster und schlagen Sie Lärm. Zeigen Sie sich!

Die Feuerwehr wird Sie entweder mit Brandschutzhauben durch den Hausflur in Sicherheit bringen, oder durch das Fenster mit einer Drehleiter. Möglich wäre auch ein Sprungtuch, aber dies ist die letzte Rettungsmöglichkeit.

Brandvermeidung

Vorbeugung und Vermeidung ist das Wichtigste. Sie werden es nicht glauben, aber durch Waschmaschinen und Wäschetrocknern entstehen die meisten Brände, gefolgt von fehlerhaften Stromsteckern und Kerzen sowie Herden.

Achten Sie darauf, dass Ihre Hausgeräte ordnungsgemäß gewartet werden. Dazu gehört, bei Wäschetrocknern auch die Filter zu reinigen, um Überhitzungen zu vermeiden. Waschmaschinen sollten regelmässig kontrolliert und die Filter ebenso gereinigt werden, um ein Überhitzen der Pumpe zu vermeiden.

Stecker müssen fehlerfrei und ohne sichtbare Beschädigungen sein. Oft entstehen auch hier Brände durch Überhitzen.

http://www.feuerloescher-info.de/feuerloescherarten/

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