Katastrophen der Menschheit: Guadalajara 1992/Mexiko

Katastrophen geschehen plötzlich und unerwartet, meist aus heiterem Himmel und brechen auf die Menschen in ihrer nahen und fernen Umgebung ein. Doch liegt fast immer menschliches Versagen der Ursache der Katastrophe zugrunde - wie auch in diesem Fall. Einsparungen in der Sicherheit und der Technik verursachten am 22.04.92 in der mexikanischen Stadt Guadalajara den Tod von 210 Menschen. 15.000 Menschen wurden infolge obdachlos.

Tage vorher...

Der Inhaber eines Schuhgeschäftes beschwert sich telefonisch bei der Gasgesellschaft über einen fauligen Gestank in seinem Keller; auch Kunden wiesen bereits Tage vorher auf diesen fauligen Gestank im Laden hin. Die Gasgesellschaft schickte einen Messtrupp, der im Keller nichts fand. Unabhängig davon beschwerten sich weitere Ladeninhaber entlang der Strasse bei der Gasgesellschaft über fauligen Gestank, auch die Inhaberin eines Imbisses.

Einen Tag vorher...

An diesem Morgen war der Gestank in sämtlichen Wohnungen entlang der Strasse zu riechen. Er verursachte Brechreiz und tränende Augen. Der Gestank drang durch Ausgüsse und der Toilette in die Wohnungen und Läden. Jetzt erst reagierte die Gasgesellschaft und machte den Kanal für die Geruchsbelästigung verantwortlich. Dieser wurde nun gelüftet, was etwas Linderung brachte.

22.04.92, morgens

Der Inhaber des Schuhladens begleitet einen Installateuer für Gasanlagen in den Keller. Eine riesige Explosion lässt das Gebäude einstürzen; der Imbiss in der Nähe wird von der Explosionswolke in Stücke gerissen. Dutzende Explosionen, verursacht durch das Gas im Kanal, lässt entlang der gesamten Strasse Gullideckel in die Luft schießen und Gebäude einstürzen. Ganze vier Strassen entlang des Kanals existieren danach nicht mehr. 210 Menschen kamen dabei ums Leben, ganze 15.000 Einwohner sind danach obdachlos. Doch: Was war die Ursache?

Die Ursache

Schlamperei und technischer Unverstand. Es zeigte sich später, dass über die genaue Lagen von Leitungen und Röhren niemals Buch geführt wurde. Niemand weiss, wo und welche Leitungen und Röhren im Untergrund der Stadt liegen. Gasleitungen grenzen an Wasserleitungen, stillgelegte Röhren wurden nicht versiegelt. Jahre vorher wurde eine Wasserleitung über eine Gasleitung verlegt. Darüber wurde eine Abwasserleitung verlegt, die ihrerseits mit ihrem Gewicht auf der Wasserleitung ruhte; diese wiederum mit dem Gewicht von zwei Röhren auf der Gasleitung. Und es kam, was kommen musste: Sowohl die Abwasser- als auch die Wasserleitung wurden undicht, das Wasser tropfte von beiden Leitungen auf die Gasleitung. Rost und Witterung ließe diese letztendlich undicht werden.

Zielloses Gas

Das austretende Gas zog durch den Kanal und durch nicht versiegelte Leitungen in die Keller der angrenzenden Häuser. Ein Installateur, der das Kellerlicht einschaltete....dann war die Katastrophe da.

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