Katastrophen der Menschheit – der Yarnell-Waldbrand 2013 in Arizona

Katastrophen geschehen nicht einfach, sie haben Ursache und Wirkung, die in ihrer Gesamtheit letztendlich durch menschliche Unachtsamkeit in eine stets vermeidbare Katastrophe mündet. Wie auch in diesem Fall, in dem Feuerspringer aus bis heute unbekanntanten Gründen ihren sicheren Standort verließen und in ihren sicheren Tod liefen. Die genauen Ursachen und die Motivlage sind bis heute leider unbekannt. Die Frage, weshalb 19 junge Ehemänner sterben mussten, ist bis heute unbeantwortet.

Die Granite-Mountain-Springers

Es waren junge Feuerwehrmänner aus Prescott/Arizona, die stolz darauf waren, 2008 ihre Qualifizierung zu Feuerspringern zu erhalten. In Folge wurden die 20 jungen Männer zu zahlreichen Waldbränden in den USA geholt – und kehrten auch stets zurück. Bis an diesem verhängnisvollen Tag im Jahre 2013.

Yarnell-Waldbrand in Yarnell/Arizona, 28.07.13

Am 28.07.2013 brach gegen 17:30 h, verursacht durch einen Blitzschlag, im nahen Wald bzw. Buschgebiet von Yarnell ein Waldbrand aus, der – begünstigt durch Hitze und Trockenheit sowie der heiß-böigen Wüstenluft – minütlich zunahm.

Am 30.07. war nachmittags klar, dass das Feuer mit herkömmlichen Mitteln der örtlichen Feuerwehr nicht mehr zu halten war, da die Großstadt Yarnell genau im Windkanal des Großbrandes befindlich war. Inzwischen erreichte das Großfeuer bereits die Außengebiete. Es wurde daher beschlossen, Spezialeinsatzkräfte – sog. Feuerspringer – zur Bekämpfung einzubinden, darunter auch die Granite-Mountain-Springers.

Diese sollten eine feuerfeste Schneise zum Eindämmen des Feuers mittels Gegenfeuer legen, was angesichts der Windstärke immer schwieriger wurde. Der junge Mac Donout sollte auf einem Hügel Wache stehen und als Beobachter dienen. Sollten alle Stricke für die Gruppe reißen, war eine nahegelegene Ranch in feuerfester Bauweise für Alle der Feuerbunker.

Es ist bis heute gänzlich unklar, was genau geschah. Gegen 16.00 h meldete Mac Donout, dass er seine Stellung aufgrund des rasch vorwärts stürmenden Feuers nicht mehr halten könnte und bat um sofortige Evakuierung, was durch ein Einsatzmittel auch geschah. Zu diesem Zeitpunkt brach der Funkkontakt mit den Granite-Mountains gänzlich ab. Der letzte Funkkontakt der Gruppe besagte, dass diese sich im Feuerbunker in Sicherheit bringen wollten.

Als gegen 18.00 h immer noch kein Funkkontakt der Basis mit der Gruppe zustande kam, stiegen Hubschrauber auf, was angesichts der Feuerlage nun möglich war. Sie fanden nur noch 19 Tote in ihren Feuerschutzplanen. 19 von 20 jungen Männern waren gestorben.

Man kann nur vermuten, was geschehen war. Man geht davon aus, dass die Gruppe vom rasch vorrückenden Waldbrand überrascht wurde und in Eile in einem Talkessel Richtung Feuerbunker liefen, ohne zu ahnen, dass sich der Wind drehte und nun das Feuer in Eilgeschwindigkeit ihnen im Tal entgegenkam.

Untersuchungen ergaben, dass der Gruppe vielleicht zwei Minuten Zeit blieb, sich in ihren Feuerplanen zu legen.

Der einzige Überlebende macht sich noch heute Vorwürfe, weshalb alle Anderen starben und nur er überlebte. Er hat eine kleine Tochter.

Verfilmung

Die Geschehnisse wurden im Film „No Way Out“ verfilmt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Yarnell_Hill_Fire#Einsatz_und_Tod_der_Granite_Mountain_Hotshots

https://www.telegraph.co.uk/films/only-the-brave/granite-mountain-hotshots/

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