Als es dunkel wurde – der Große Blackout in Deutschland IV – Vorräte

In unserem Land ist Strom selbstverständlich geworden, im Alltag nehmen wir diesen als gegeben hin und nutzen ihn, ohne groß darüber nachzudenken. Fällt diese für uns gewohnte Stromversorgung gänzlich über einen längeren Zeitraum aus, fallen wir spätestens nach dem 4. Tag in die Steinzeit zurück. Daher: Was sollten Sie unternehmen, damit Sie für diesen Fall gewappnet sind?

Vorräte - beizeiten!

Ein Blackout kommt unverhofft. Der Strom ist weg und kommt auch nach dem vierten Tag nicht wieder. Die Welt, wie wir sie bislang kannten, kommt nicht mehr zurück. Denn wir sind auf den Strom im Alltag angewiesen. Ohne Stromversorgung kann unsere Zivilisation in allen Bereichen nicht funktionieren. Fällt diese lebensnotwendige Versorgung gänzlich weg, befinden wir uns am vierten Tag in der Steinzeit.

Doch warum am vierten Tag? Die Stromunternehmen sollten bis zu dieser Frist das europäische Stromnetz wieder hochgefahren haben. Funktioniert dies nicht, sollte die Vorratsvorgehensweise derart lauten:

Stufe 1:  Vorrat für die ersten vier Tage;

Stufe 2:  Vorrat für 14 Tage

Stufe 3: Vorrat für einen gänzlichen Blackout.

Daher sollten Sie beizeiten Krisenvorsorge dergestalt betreiben, dass Sie Lebensmittelvorräte anlegen. Es hilft, wenn Sie bei jedem Einkauf lagerfähige und haltbare Lebensmittel für die Vorsorge mit kaufen,  die Sie auch in Ihrem Alltag essen würden. Darunter fallen Nudeln und Konserven. Kaufen Sie nur die Lebensmittel, die Sie auch gewöhnlich essen.

Die Lebensmittel sollten lange haltbar und lagerfähig sein. Nudeln und Konserven können Sie auch nach dem Ablauf des MHD unbedenklich essen, wenn die Verpackung unbeschädigt ist.

Welche Vorräte sollten Sie anlegen?

Befolgen Sie folgende Stufung:

  • Wasser
  • Nahrungsmittel
  • Hygiene
  • Sicherheit

Sie sollten pro Person und Tag mindestens 3 Liter Wasser lagern. Dabei geht man von einer Bevorratungsfrist von 14 Tagen aus. Mindestens ein Liter benötigt man für Hygiene und Essenszubereitung.

Wasser und Rohwasser

Wasser sollten Sie bevorzugt einlagern. Erwerben Sie auch darüber hinaus Chlortabletten, um Rohwasser zu Trinkwasser umzuwandeln, wenn Ihre Wasservorräte zur neige gehen. Als Rohwasser eignen sich Oberflächenwasser oder Bäche, im Notfall auch Pfützen. Trinken Sie dieses Rohwasser niemals pur, sondern im Notfall abgekocht.

Nahrungsmittel

Hierzu eignen sich Konserven, Fertigsuppen oder Fertigwaren. Die Hauptsache ist, dass sie langfristig lagerfähig sind. Pro Person sind Vorräte für 14 Tage empfehlenswert. Zum Erwärmen eignen sich Campingkocher oder im Notfall Kerzen oder Teelichter.

Süßwaren

Diese werden in der Notfallplanung gänzlich vergessen. Wir sind auf Zucker angewiesen. Ohne unsere tägliche Portion Zucker verfallen wir in Entzugserscheinungen, denn wir sind abhängig vom Zucker. Lagern Sie daher Süßstoffe ein, wie Limonaden, Schokoladen etc.

Medikamente

Benötigen Sie tägliche Medikamente, müssen Sie diese auch in der Krise vorrätig haben. Nehmen Sie Medikamente gegen Herzrythmusstörungen, kann der Wegfall dieses Medikamentes zu gefährlichen Kreislaufbeschwerden bis zum Herzstillstand führen!

Lagern Sie daher benötigte Medikamente ein. Notfalls legen Sie über einen längeren Zeitraum monatlich Rationen Ihrer Medikamente als Notvorrat zurück.

Hygiene

Körperpflege und Reinigung trägt zur Gesunderhaltung im Notfall bei. Lagern Sie Folgendes ausreichend ein:

Toilettenpapier;

Tempo;

Haushaltstücher;

Damenhygiene;

Zahnbürsten und Zahnpasta;

Rasierzeug für Männer;

Seife und Shampoo sowie

Duftsprays

Das Ganze ausreichend für mehrere Wochen oder Monate. Hygieneartikel dienen im Notfall als Tauschmittel gegen andere begehrte Lebensmittel, die Sie nicht auf Lager haben.

Sicherheit

Hiermit meine ich Pfefferspray oder gar eine Schreckschusswaffe, sogar einen Elektroschocker, legale Waffen. Diese werden Sie ab dem vierten Tag des Stromausfalles benötigen. Warum?

Gehen Sie nicht davon aus, dass im Fall eines Blackouts die Blaulichtorganisationen binnen Stunden zur Stelle sind und Sie helfen werden. Sie werden keine staatliche Hilfe in der Not erhalten! Nicht am ersten Tag und auch nicht in den folgenden Tagen; Sie sind auf sich alleine gestellt.

Ihre Mitmenschen haben keinerlei Notvorsorge getroffen und sind nun in Panik. In den ersten drei Tagen wird die Gesamtlage in der Nachbarschaft noch ruhig sein, da Ihre Nachbarn darauf vertrauen, dass der Strom am nächsten Tag wiederkommt und die Lage sich beruhigen wird. Deren Vorräte gehen am dritten Tag zur neige, Durst und Hunger sorgen dafür, dass Ihre Nachbarn zu Bestien werden.

Am vierten Tag bricht die Ordnung zusammen, wenn der Strom nicht zurückkommt. Die Wasser- und Nahrungsversorgung ist seit vier Tagen zusammengebrochen, Ihre Nachbarn haben Durst und Hunger. Daher werden diese mittels Gewalt das Gewünschte besorgen - auch bei Ihnen.

Was sollten Sie tun?

Verhalten Sie sich jetzt schon unauffällig. Legen Sie Ihre Vorräte an, erwerben Sie Notstromgeneratoren, aber sagen Sie Niemandem davon etwas. Nicht Ihrer Familie, nicht Ihren Freunden oder Kollegen. Seien Sie still!

Wenn Sie Beleuchtung haben in Form von Lampen, sollten Sie diese nur in Räumen einschalten, die nicht nach draußen scheinen. Wenn Sie im Dunkeln als Lichtinsel dienen, werden Sie “Besuch” erhalten.

Das Gleiche gilt für Nahrungszubereitung. Stellen Sie sicher, dass die Essensdüfte nicht nach draußen dringen.

In der Krise werden Sie ansonsten unerwünschten Besuch bekommen, der Ihnen mit Gewalt Ihre Vorräte rauben wird.

Daher sollten Sie zur Selbstverteidigung greifen.

Seien Sie daher bereits jetzt in der Beschaffungsphase unauffällig. Es sind Ihre Vorräte, die Sie für sich und Ihrer Familie anlegen. Oder möchten Sie Fremde unfreiwillig mit füttern?

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