OWL/NRW: Das Märchen vom Wassermangel 

Es ist wieder einmal Sommer, die Zeitungsthemen sind äußerst rar und so müssen wiedereinmal einfache Ereignisse zur Paniksteigerung dramatisiert und als Sau durch das Dorf gejagt werden. Wie im OWL/NRW. Dort herrscht angeblich “Wassernot” .

Das Märchen einer Wassernot

Die Panikmeldung lautet:” [...] ¹ Wasserverbrauch auf das Nötigste reduzieren

Der Wasserbeschaffungsverband "Am Wiehen" in Löhne, Bad Oeynhausen, Hüllhorst und Hille hat über das Internet, unter anderem über die Warn-App NINA, zum Wassersparen aufgerufen. Man solle darauf verzichten, den Garten mit Trinkwasser zu gießen oder das Auto zuhause zu waschen.” [...]

[...]² Wer kein Trinkwasser spart, muss Strafe zahlen

Nun rief die Stadt Löhne dazu auf, Wasser zu sparen. Vor allem auf das Bewässern der Gärten und Befüllen von Pools sollen die Bürger verzichten. Der Gebrauch von Trinkwasser soll auf die „lebensnotwendigen Bereiche“ beschränkt werden. Für den Fall, dass die Aufforderungen nicht helfen, ziehe die Stadt Bußgeldstrafen bis zu 1000 Euro in Betracht. [...]

Angeblich sei der Wasserhochspeicher fast leer, so dass dringend der Wasserverbrauch der Bürger eingeschränkt werden muss. 

Alles Märchen und pure Panikmache

Halten wir fest: Ein Hochspeicher, der laufend nachgefüllt wird, kann nicht leerlaufen. Selbst wenn der Wasserverbrauch unerwartet steigt, wird die Wasserförderung entsprechend angepasst. Ein Wasserspeicher kann nur dann leerlaufen, wenn kein Wasser hineingepumpt wird.

Und ein Wasserwerk hat nicht nur einen Hochspeicher, sondern auch für Notfälle entsprechende Reserven; hierzu ist der Trinkwasserproduzent gesetzlich verpflichtet! Es kann in Deutschland keine Wasserknappheit geben, das Ganze ist ein Sommer-Märchen. 

Die Bürger können sich das Sparen wirklich sparen und ihren Verbrauch wieder auf das Normalmaß hochfahren; das Ganze ist reine Panikmache im Sommerloch.

Wie bitte?

Alle Wasserproduzenten in der BRD sind gesetzlich verpflichtet, jederzeit ausreichende Trinkwassermengen bereitzustellen. Für Spitzen-oder Mangelzeiten sind entsprechende Vorkehrungen zu treffen und Reserven vorzuhalten. Hierzu gehören Hochwasserspeicher etc. Diese Speicher sind Teil des Notfallplanes, um jederzeit Wasser bereit stellen zu können und dienen als Puffer für Spitzenverbräuche.

Die Wasserversorger sind untereinander mit Verbundleitungen gekoppelt und stellen damit die Wasserversorgung miteinander sicher. Daher ist das Sparen in OWL gänzlicher Unsinn, denn die Nachbarnetze stellen die Trinkwasserversorgung sicher.

Dies gab der Bürgermeister, der die Panik verursachte, sogar zu: 

[...] ¹ Poggemöller kauft bereits Wasser aus Herford an, um genug Wasser für Trinken, Essen und Duschen sicherstellen zu können. Und er ruft die Bürger dazu auf, Trinkwasser sparsam einzusetzen und zum Beispiel Pools im Garten nicht mehr zu befüllen.[...]

So, so, also doch keine Wassernot. Wie kam das gekaufte Wasser denn in den Speicher? Teleportiert? Wie gesagt, es gibt Verbundleitungen, die Wasserproduzenten sind dazu gesetzlich verpflichtet:

[...] Diese Anlagen (Brunnen, Verbundleitungen, Trinkwasserbehälter und sonstige technische Ausstattung) können im Ereignisfall gem. § 12 des Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetzes (ZSKG) einen Beitrag zur Ersatz- oder Notversorgung leisten PDF, Seite 25 [...]

Band-15_Praxis_BS_Trinkwasserversorgung

Nun, wir können also feststellen, dass es in Deutschland keine Trinkwasserknappheit gibt:

[...] ³ Die Wasserverbände in NRW managen komplexe Talsperren-Systeme, die über Flüsse miteinander verbunden sind. All das ist so organisiert, dass regenarme Zeiten ausgeglichen werden können.

Und selbst wenn eine Talsperre trocken fallen würde, seien die Wasserversorger der Region wiederum so gut vernetzt, dass das kein Problem darstelle, sagt Marcus Seiler vom Wasserverband Eifel-Rur. [...]

¹ https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/wasserknappheit-hitze-herford-100.html

² https://www.ruhr24.de/nrw/trinkwasser-engpass-in-ostwestfalen-stadt-ordnet-wasser-sparen-an-227149/

³ https://www1.wdr.de/nachrichten/talsperren-niedrigwasser-100.html

jeweils abgerufen am 03.07.19 um 16.00 h

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