Weil sie Deutsche sind – Britische KZ für Volksdeutsche Wincklerbad4 min read

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Ab Oktober 1944 wurden die Volksdeutschen zwangsweise und brutal vertrieben - nur deshalb, weil sie Deutsche waren. Ganze Familien mussten ihre angestammte Heimat verlassen, ihr Haus und ihr Grund aufgeben und wurden erbarmungslos vertrieben, in eine ungewissen Zukunft in einem ihnen fremden Land - Deutschland, das sie nur aus Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern kannten. Traditionen gingen verloren, ganze Dorfgemeinschaften wurden auseinandergerissen, gar Familien, deren Mitglieder sich auf der Flucht aus den Augen verloren - für immer. Und es gab Schreckliches über Denen zu berichten, die in ihrem Dorf verbleiben wollten, nicht fliehen konnten, weil sie zu alt waren oder einfach nicht schnell genug waren, ihre Habseligkeiten zu sammeln und von den Russen überrascht wurden. Viele Hundert Volksdeutsche verloren ihr Leben, auf der Flucht oder genommen von ihren Peinigern.

Einer der letzten Gefangenen des verbotenen Dorfes bricht nach fast 70 Jahren sein Schweigen. Der heute 89-jährige Ingenieur Gerhard Menzel will Gerechtigkeit.

Vor dem Londoner High Court of Justice fordert er die Anerkennung der Verbrechen, die Verhörspezialisten des britischen Nachrichtendienstes MI 5 an ihm und an vielen anderen Gefangenen des Folterlagers verübten.

Menzel wurde nach seiner Entlassung aus der russischen Kriegsgefangenschaft von britischen Agenten am 19. Juni 1946 in Hamburg verhaftet und am 20. Juni 1946 als mutmaßlicher Sowjetspion in das Verhörlager nach Bad Nenndorf überstellt.

Was ihn dort erwartete, war Terror im Dienst der britischen Besatzungsmacht. Gerhard Menzel wurde, wie viele andere Gefangene mit unmenschlichen und grausamen Methoden gefoltert.

Schwere Misshandlungen durch das Wachpersonal – tägliche Drohungen, Wasserfolter, Scheinhinrichtungen, herbeiführen schwerer Erfrierungen, Einsatz von Folterwerkzeugen, Aushungern, Schlafentzug und psychische Gewalt durch die britischen Vernehmungsoffiziere waren die Mittel, um die gewünschten Aussagen aus den Gefangenen herauszupressen.

Im Frühjahr 1947 gelangten die Zustände im Folterlager Bad Nenndorf an die Öffentlichkeit. Als Menzel am 7. März des Jahres im Krankenhaus Eselheide einem Arzt vorgeführt wird, wiegt er nur noch 49 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,85 Meter. Große externe Hämorrhoiden-Knoten wurden diagnostiziert, die Körpertemperatur betrug nur noch 35 Grad Celsius. Der Arzt notiert, Menzel sei ein „lebendes Skelett“ und leide an einer schweren Schädigung der Lunge. Er könne weder laufen noch ohne Hilfe aufstehen und nur mit Mühe sprechen, weil Zunge und Lippen geschwollen und aufgebrochen sind.

372 Männer und 44 Frauen gingen durch die Hölle des britischen Folterlagers. Viele mussten Menzels Martyrium teilen. Wilhelm Gause, Helmut Beck-Broichsitter, Walter Bergmann, Oswald Pohl, Franz Österreicher, Buttlar Brandenfels, Adolf Galla, Horst Mahnke, Heinz Biedermann, Heinrich Steinmeyer, Kurt Zeitzler, Carl Werner Dankwort, Hans Böhmer, Otto Prochnow, Gunter Schnur, Willi Theile, Alfred Bracke, Adolf Winter, Karl Heinz Krämer, Albert Honschemeyer, Karl Durbajlle sind nur einige Namen der Opfer des britischen Vernehmungslagers in Bad Nenndorf.

Für Franz Österreicher und Walter Bergmann kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarben Anfang des Jahres 1947 im CI-Hospital Rotenburg/Aller an den Folgen der Folter.

Ein weiterer Fall war der, des Offiziers Ebeling. Um dem sicheren Tod einer angedrohten Auslieferung nach Polen zu entgehen, sagte er dem US-Counter-Intelligence Corps seine Mitarbeit zu, welches den Widerstand deutscher Sabotagegruppen in den angloamerikanischen Besatzungszonen zerschlagen sollte.

Der ehemalige SS-Offizier wurde von den alliierten Geheimdiensten allerdings als Gefahr für dieses Unternehmen gewertet, verhaftet, und während des Transports nach Bad Nenndorf erschlagen. Um den Tod Ebelings zu vertuschen wurde er unter dem Namen “John X. Withe” auf dem Nenndorfer Soldatenfriedhof begraben.

All diese Taten im “verbotenen Dorf” sind unwiderlegbarer Teil der alliierten Willkürherrschaft nach dem 8. Mai 1945, wie auch nach Jahren des Leugnens und Verharmlosens die Besatzer, Presseschmierfinken und bundesdeutschen Systemhistoriker zähneknirschend eingestehen müssen. Anfragen dieser illustren Gesellschaft erreichten in den vergangenen Wochen auch das Gedenkbündnis Bad Nenndorf. Allerdings wurde der Gossenjournaille aufgrund der wahrheitswidrigen Berichterstattung eine kräftige Abfuhr erteilt.

Wer sich in eine Reihe mit den Versagern des “Bad Nenndorf ist bunt” – Zirkus stellt, welcher das Gedenken an die Opfer der alliierten Mörderbanden mit “God save the Queen-Gebrülle” und höhnischem Schwenken des Union-Jacks zu stören sucht, ist nicht ernsthaft an der Aufklärung dieser Verbrechen im alliierten Folterlager und den wahren Hintergründen interessiert.

In Bad Nenndorf waren deutsche Offiziere, Parteiangehörige, Geschäftsleute, vermeintliche Sowjetspione und Grenzgänger von ihren “Befreiern” interniert worden. Sie wurden ungeachtet ihrer politischen oder religiösen Weltanschauung oder ihres Standes eingekerkert. Der Sozialdemokrat Wiese aus Magdeburg war ein Flüchtling aus dem Sowjetsektor. Er wurde vor dem Kriegsende wegen Zersetzung in einem deutschen Lager interniert. Einem Sergeant der Untersuchungskommission erklärt er offen, dass er lieber drei Jahre in einem deutschen KZ verbringen möchte als drei Monate in Nenndorf.

Ein britischer Vernehmungsoffizier äußerte sich gegenüber eines Gefangenen: “Natürlich wissen wir, dass Sie und Ihre Kameraden keine Nazis waren. Aber Sie haben Pech. Sie verkörpern einen Typus, den wir noch mehr als die Nazis ausrotten wollen.” Die Mühlen einer deutschen Kollektivschuld …

Im Februar diesen Jahres wird nun die Anhörung vor dem High Court of Justice in London stattfinden. Fast 70 Jahre nach den Geschehnissen im “verbotenen Dorf” …

Gerhard Menzel ist einer der letzten lebenden Gefangenen aus dem verbotenen Dorf. Sein Ziel vor dem High Court of Justice ist klar definiert:

“Alles was ich gewinnen will, ist die Feststellung, dass Hunderte andere Menschen an diesem Ort grausam und sinnlos gefoltert wurden.”

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