Warmes Wetter und kühle Klimaanlagen – lohnt sich eine Anschaffung?4 min read

Klimaanlage
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Seit Wochen regnet es nicht in Deutschland und Europa, die Temperaturen liegen täglich bei 30 Grad und darüber, es gibt keine Anzeichen auf Abkühlung oder auf eine willkomme Durchregnung der ausgedörrten Böden. Die Landwirte verzweifeln und auch die Stadttiere finden weder Nahrung noch eine Wasserquelle, da sämtliche Böden steinhart wurden und die Insekten sich nicht aus dem harten Boden trauen.

Millionen Menschen verweilen in überhitzten Wohnräumen und finden auch nachts in den aufgeheizten Räumen keine rechte Ruhe. Ventilatoren laufen auf Hochtouren, verteilen aber allenfalls die heiße Raumluft in alle Richtungen. Was wäre mit einer Klimaanlage?

Billigangebote und überzogene Versprechungen

In fliegenden Werbeversprechungen wird eine “Arctic-Air”- “Klimaanlage” als Wunderwaffe gegen die Hitze verkauft. Welche Segnungen werden denn versprochen:

  • Mini Luftkühler (Ja, das ist wahr)
  • Mobile Klimageräte (Nein, eher nicht)
  • Air Cooler (Mini Air Cooler)
  • Mini Klimaanlage ohne Abluftschlauch
  • Verdunstungs Klimagerät (da kommen wir der Sache wohl näher)
  • Ventilator (eigentliche Aufgabe und mehr ist es nicht)
  • Raumluftkühler
  • Tragbarer Tischventilator
  • Raumentfeuchter / Luftreiniger / Luftbefeuchter (vollmundige Versprechungen)

Nun, dieses USB-Gerät ist eine kleiner Tischventilator mit Wasserverdunstung. Wie soll ein Wasserkühler mit USB-Stromverbrauch ein Raum von ca. 40 qm kühlen? Sie erkennen, dass dies unmöglich ist. Sparen Sie sich Ihr wertvolles Geld.

https://deine-mobile-klimaanlage.de/arctic-air-mini-klimaanlage/

Bleiben Sie bei solchen Angeboten skeptisch und vorsichtig. Ein USB-Gerät ist keine Klimaanlage.

Eine richtige Klimaanlage

Eine richtige Klimaanlage verbraucht Strom und hat einen Steckdosenanschluss. Entweder wird die heiße Betriebsluft mittels Schlauch nach draußen befördert, oder der Betriebsteil ist außen und der Ventilationsteil im Raum (Splitgerät).

Eine Klimaanlage zieht die heiße Raumluft mittels Ventilator an, führt diese durch Kühlstäbe, die die Luft komprimieren und den Luftstrom trennen. Kühle Raumluft wird in den Raum zurück geblasen, die heiße Betriebsluft nach außen befördert. Dieser Prozeß benötigt Strom, weshalb der Stromverbrauch die wesentlichen Kosten ausmacht.

Es gibt Klimaanlagen in allen erdenklichen Preisklassen und Ausführungen. Entscheidend ist die Raumgröße, die Wohnungslage (Keller oder Dach) - und der persönliche Geldbeutel.

Wenn Sie es sofort kühl haben möchten, können Sie einen Monoblock erwerben. Dieser ist mobil auf Rädern, den Sie in allen Wohnräumen rollen können. Die Abluft erfolgt mittels Schlauch nach außen. Allerdings müssen Sie auch mit den Betriebsgeräuschen des Kompressors leben und eine Lösung dafür finden, dass einerseits das Fenster offen ist und zweitens der Schlauch heiß wird und seine Abwärme an die Zimmerluft abgibt.

Vorteile: Mobil. Keine Wartungskosten und billige Anschaffung.

Nachteile: Abluftschlauch. Einbruchsgefahr bei offenen Fenstern.

Für Einsteiger empfehle ich diese Variante, die ich selber auch seit Jahren nutze. Sie müssen im Geschäft Ihr Gerät für Ihre Situation wählen.

Splitgerät

Möchten Sie es nachhaltiger und ortsfest, eignen sich Splitgeräte. Es existieren auch mobile Lösungen, z. B. für Balkon oder Terrasse, aber auch Varianten, die in die Wohnung fest eingebaut werden. Vorteil dieser Geräte ist, dass Sie auch betriebstechnisch günstigere Varianten kaufen können.

Nachteil sind die hohen Anschaffungskosten sowie die anfallenden Wartungskosten bei ortsfesten Geräten.

Mieter können sich ohne Erlaubnis keine ortsfesten Geräte einbauen lassen und bedenken Sie auch, dass der Betriebsteil außen den Balkon oder die Terrasse “verschandelt” und natürlich im Erdgeschoss auch entwendet werden kann. Sie müssen auch eine Lösung finden, wohin das Kondenswasser abfließen soll, das während des Betriebes unweigerlich anfällt. Vom Balkon tropft es runter, auf der Terrasse kann es zu Kalkablagerungen kommen.

Allerdings fällt hier die Einbruchsgefahr weg, da die Fenster/Türen während es Betriebes geschlossen sind.

Strom als laufende Kosten

Wobei wir zum wichtigsten Teil kommen: der Stromverbrauch. Derzeitige Geräte arbeiten wirtschaftlich. Ich benutzte eine Anlage aus 2003 und verbrauche zusätzlich zum täglichen Stromverbrauch 1 kwH/Stunde für die Klimaanlage.

Man kann es biegen, wie mal will: Eine Klimaanlage verbraucht Strom. Diesen Punkt müssen Sie als Folgekosten bedenken.

Sie müssen daher - auf Ihre Wohnsituation - lernen, wann Sie am Besten die Klimaanlage am Tag arbeiten lassen.

Wenn Sie die Klimaanlage mittags anschalten, während die Sonne direkt in Ihr Raum scheint, werden Sie - wenn Sie nicht gerade ein Profigerät haben - Schwierigkeiten haben, diesen Raum herunterzukühlen, da der Wärmeeintrag den Kühleintrag übersteigt.

Ich für meinen Teil belasse es nachts über auf Ventilator und schalte meine Klimaanlage noch vor dem Mittag ein und lasse den Raum bereits kühlen. Wenn dann die Sonne in mein Wohnzimmer scheint, übersteigt die bisherige Kühlleistung den Wärmeeintrag und der Raum ist für den Rest des Tages kühl.

Wie gesagt, Sie müssen Ihre Betriebsbedingungen entdecken, um eine angemessene Kühlleistung zu finden (außer Sie haben ein Profigerät).

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