Gedenken: Das Kaprun-Unglück vom 11.11.20002 min read

Reading Time: 2 minutes

Wir gedenken heute den Toten der Brandkatastrophe von Kaprun vor genau 17 Jahren, am 11.11.2000. Allein 155 Tote waren zu beklagen, als die Seilbahn der Kapruner Bahn um 09:00 h in Flammen aufging. 155 Menschen konnten sich aus der in Vollbrand stehenden Bahn nicht befreien, nur rund ein Dutzend Passagiere gelang die Flucht aus dieser Flammenhölle.

Was war geschehen?

Die genauen Abläufe dieser Brandkatastrophe sind bis heute unklar. Die Angehörigen der Opfer dieses Tages warten bis heute auf eine Antwort, wie diese Katastrophe geschehen konnte. Bis heute wurden keine Verantwortlichen angeklagt, im Gegenteil, es gab Freisprüche. Was führte zu diesem unfassbaren Unglück?

Fest steht, dass in der unteren Fahrerkabine ein Heizlüfter montiert wurde, der lediglich für den Hausgebrauch geeignet war. Fatalerweise erhitzten die Heizspiralen dieses Heizlüfters die Rohrleitungen der Bremseinrichtung der Bahn, genauer das darin enthaltene Öl. Es wurde beim Einbau des Heizlüfters nicht bedacht, dass Öltropfen aus dieser unter Druck stehenden Leitung gelangen könnten, die zielsicher auf die heiße Heizspirale tropfen und Feuer fangen könnten. Um das Unglück zu verstärken, trat dies genau an diesem Morgen um 09:00 ein, wobei aus ungeklärten Ursachen der Heizlüfter ein Defekt erlitt, die Heizspirale nun durchbrannte, als das Öl literweise darauf lief. Denn das Bremssystem verlor nun dauerhaft Öl. Der Fahrer bemerkte von all dem nichts, denn es gab keine Einrichtungen, die ihm den Bremsenfehler noch den Ölverlust meldeten. So begann die Katastrophe ihren Lauf.

Kaprun-Bahn 09:00 h

Herauslaufendes Bremsöl läuft auf die überhitzten Heizspirale des defekten Heizlüfters und entzündet sich sofort. Brennendes Öl läuft auf den Fußboden der hinteren Fahrerkabine und entzündet diese, die Wand der dahinter liegenden Abteile fängt Feuer. Rauch verteilt sich in der Bahn. Panische, gefangene Fahrgäste versuchen verzweifelt, die Fenster der Kabine einzuschlagen, was nicht gelang. Es gab keinen Nothalt noch eine Notöffnung der Türen, auch keine Sprechverbindung mit dem Bahnführer. Fatalerweise - durch den plötzlich eintretenden Druckverlust in der Bremsleitung - kommt der Zug im Tunnel zum Stehen. Erst jetzt bemerkt der Fahrer die Katastrophe, die sich hinter ihm abspielt; doch er hatte keinerlei Möglichkeiten, die Fahrgäste noch zu retten.

Rauch und Feuer greifen nun auf die Zugkabine über. Einige Passagiere können sich aus dieser Flammenhölle durch ein Fenster retten und stolpern im Dunkeln und inmitten des Rauches runter zur Talstation. Wiederum andere folgen ihrem Instinkt und gehen noch oben, zur Bergstation - in ihren Tod, denn der gesamte schwarze Rauch zieht im Kamineffekt genau dorthin. Binnen weniger Minuten wurde die Bergstation mit schwarzem Rauch gefüllt, die Bergbahn stand im Vollbrand.

Diejenigen, die runter zur Talstation stolperten, überlebten. 155 andere Passagiere, die ihren Skiablauf genießen wollten, kamen in den Flammen um. Aus einem wunderbaren Wintertag wurde ein Tag des Schreckens und des Leidens.

Im Gedenken an den Opfern dieses schrecklichen Tages.

Kaprun-Unglück 11.11.2000
Kaprun-Unglück 11.11.2000

Print Friendly, PDF & Email

 Die EU plant eine strikte Zensur aller sozialen Plattformen und Internetseiten. Als Begründung wird das "Urheberrecht" herangezogen. Auch diese Internetseite wäre von der EU-Zensurwut betroffen. Helfen Sie mit, die geplante Meinungseinschränkung zu unterbinden.

Treten Sie der Petition unter https://www.change.org/p/stoppt-die-zensurmaschine-rettet-das-internet-uploadfilter bei;

Please follow and like us:

Mehr Beiträge

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.

This site is protected by wp-copyrightpro.com